Schwimmhilfen für Kinder
Diese Kategorie hat zwei Teile, und es lohnt sich zu wissen, in welchem du gerade bist. Schwimmflügel, Schwimmwesten und -gurte sowie Sitzringe für die Kleinsten sind Schwimmhilfen nach der Norm EN 13138, und ihre Größe wählt man nach dem Körpergewicht des Kindes in Kilogramm und nicht nach dem Alter. Aufblasbare Schwimmringe, Tierfiguren und Luftmatratzen fallen unter eine andere Norm, EN ISO 25649, und die bestimmt sie ausdrücklich nur für Schwimmer. Auf beiden muss stehen, dass sie nicht vor dem Ertrinken schützen, und keines von beiden ersetzt einen Erwachsenen in Reichweite.
Schwimmhilfen für Kinder
In dieser Kategorie findest du zwei Warengruppen, die ähnlich aussehen, aber anderen Regeln folgen. Zur ersten gehören Schwimmflügel, Schwimmwesten und -gurte sowie Sitzringe für die Kleinsten, also Dinge, mit denen das Kind schwimmen lernen soll. Zur zweiten gehören aufblasbare Schwimmringe, Tierfiguren und Luftmatratzen, also Dinge zum Spielen im Wasser. Der Unterschied liegt weder im Preis noch im Aussehen, sondern in der Norm, nach der sie hergestellt und geprüft werden.
Die Schwimmhilfen fallen unter die Norm EN 13138, die sie in drei Arten einteilt und für jede andere Prüfungen vorschreibt. Der erste Teil gilt für Hilfen, die am Körper getragen werden, also für Schwimmflügel, Westen und Gurte, der zweite für die in der Hand gehaltenen und der dritte für Sitzringe, in die sich das Kind setzt. Schwimmringe und aufblasbares Spielzeug schließt die Norm ausdrücklich aus ihrem Anwendungsbereich aus, sie fallen also nicht darunter, so ähnlich sie auch aussehen mögen. Keine dieser Hilfen ist dabei eine Rettungsweste: Die mit hundertfünfzig Newton Auftrieb soll auch einen Bewusstlosen mit dem Gesicht nach oben drehen und ihm den Kopf über Wasser halten, was eine Schwimmhilfe nicht kann und wofür sie auch nicht geprüft wird.
Aufblasbare Ringe und Tierfiguren richten sich nach der Norm EN ISO 25649 als Wasserspielgeräte für die Freizeit und tragen eine andere Pflichtwarnung. Neben dem Satz, dass sie nicht vor dem Ertrinken schützen, steht bei ihnen auch, dass sie nur für Schwimmer bestimmt sind, was bei einem Kind, das nicht schwimmen kann, den entscheidenden Unterschied macht. Am tückischsten ist der Ring mit Sitz und Beinöffnungen, denn er sieht fast genauso aus wie ein Sitzring nach EN 13138, kann aber zu jeder der beiden Gruppen gehören. Erst die Kennzeichnung auf der Verpackung unterscheidet sie, deshalb lohnt es sich gerade bei diesen Stücken, sie vor der Beschreibung zu lesen.
Bei Hilfen nach EN 13138 richtet sich die Größe nach dem Körpergewicht in Kilogramm und nicht nach dem Alter. Die Norm sagt selbst, dass Alter und Körpergewicht bei Kindern so weit auseinandergehen, dass das Alter nur zur Orientierung dient, während der auf dem Produkt angegebene Gewichtsbereich verbindlich ist. Suche auf der Verpackung deshalb zwei Zahlen, die untere und die obere Gewichtsgrenze, und halte dich auch dann daran, wenn das Alter des Kindes auf eine andere Größe deutet. Zu große Schwimmflügel rutschen dem Kind bei einer Armbewegung von den Armen, zu kleine tragen es nicht genug, beides ist also schlechter als die richtig gewählte Größe.
Ein eigenes Kapitel sind aufblasbare Nackenringe für Babys, die schon ab einem Alter von wenigen Wochen als Schwimmhilfe verkauft werden. Die amerikanische Behörde FDA hat davor gewarnt, nachdem ein Kind gestorben und ein weiteres im Krankenhaus gelandet war, und auf das Risiko von Ertrinken, Ersticken und Überdehnung des Nackens hingewiesen. Die Wirksamkeit für die sogenannte Wassertherapie ist ihr zufolge nicht belegt, deshalb ergibt für die Kleinsten ein Sitzring mehr Sinn, in dem das Kind sitzt und den Kopf frei über der Oberfläche hat.