TV-Halterungen und -Ständer
Eine Wandhalterung schafft Platz auf dem Möbel und bringt den Bildschirm auf eine bequeme Sichthöhe. TV-Halterungen und -Ständer unterscheiden sich vor allem in Bauart und Tragkraft: Starre Halterungen halten den Fernseher dicht an der Wand, neigbare und schwenkbare erlauben das Einstellen des Winkels, und Bodenständer eignen sich dort, wo nicht gebohrt werden kann oder der Fernseher bewegt werden soll. Entscheidend sind immer das VESA-Lochbild und das Gewicht des Fernsehers.
TV-Halterungen und -Ständer
Am einfachsten sind starre Halterungen, die den Fernseher nur wenige Zentimeter vor der Wand halten und sich eignen, wenn Sie direkt von vorne schauen. Neigbare Halterungen erlauben es, den Bildschirm nach unten zu kippen, was sich bei der Montage über einem Kamin oder einer Kommode bewährt. Ein Schwenkarm mit Gelenken ermöglicht es, den Fernseher von der Wand wegzuziehen und zum Sofa, zum Esstisch oder in eine Zimmerecke zu drehen. Deckenhalterungen kommen vor allem in Büros, Wartezimmern und Dachgeschossräumen zum Einsatz.
Die Halterung muss zum VESA-Lochbild passen, also zum Abstand der Gewindebohrungen auf der Rückseite des Fernsehers. Kleinere Geräte haben meist 100 × 100 oder 200 × 200 mm, große Fernseher 400 × 400 mm und mehr. Die Angabe steht in der Anleitung oder direkt auf der Rückwand. Ebenso wichtig ist die Tragkraft: Das Gewicht des Fernsehers sollte unter dem vom Hersteller der Halterung angegebenen Maximum liegen, bei Schwenkarmen mit Reserve, weil die Hebelwirkung im ausgezogenen Zustand die Befestigung belastet. Den Diagonalbereich auf der Verpackung sollten Sie nur als Richtwert verstehen.
Die Befestigung hängt von der Wand ab. In Beton und Vollziegel genügen gute Dübel, Lochziegel brauchen längere Dübel für Hohlbaustoffe. In Gipskarton muss in die Ständerprofile geschraubt oder mit speziellen Hohlraumdübeln gearbeitet werden, und selbst dann eignet er sich nur für leichtere Fernseher. Die Bildschirmmitte sollte etwa auf Augenhöhe der sitzenden Zuschauer liegen, meist rund einen Meter über dem Boden.
Wo Bohren nicht infrage kommt, helfen Bodenständer mit einer Säule, an die der Fernseher genauso geschraubt wird wie an eine Halterung. Rollbare Varianten werden in Büros und Schulen genutzt, Modelle für das Wohnzimmer führen die Kabel oft innerhalb der Säule. Tischständer mit drehbarer Basis ersetzen die Originalfüße und erlauben es, den Fernseher zu drehen, ohne das ganze Möbel zu verschieben.
Bei der Montage von TV-Halterungen und -Ständern brauchen Sie für große Fernseher einen Helfer und eine Wasserwaage, eine leichte Schieflage lässt sich bei den meisten Halterungen auch nach dem Einhängen noch korrigieren. Denken Sie an Platz für die Anschlüsse: Zeigen die HDMI-Eingänge gerade nach hinten, helfen Abstandsbolzen oder eine Halterung mit größerem Wandabstand. Kabel lassen sich in einem Kabelkanal oder in der Wand verstecken. Steht der Fernseher in einem Haushalt mit Kindern auf einem Möbel, sichern Sie ihn mit einem an der Wand befestigten Gurt gegen Umkippen.