Bioethanol-Kamine
Eine echte Flamme ohne Schornstein brennt in Bioethanol-Kaminen aus flüssigem Bioethanol, das rückstandsfrei verbrennt und weder Asche noch Ruß hinterlässt. Der Edelstahlbrenner wird direkt aus der Flasche befüllt, und sein Volumen bestimmt, wie lange der Kamin mit einer Füllung brennt. Mit einem Schieber über dem Brenner lässt sich die Flamme verkleinern und ganz löschen. Es gibt Wandmodelle, freistehende Geräte, Tischkamine und Einbaugeräte, für die Wohnung wie für die Terrasse.
Bioethanol-Kamine
Ein Bioethanol-Kamin braucht zum Betrieb nur Brennstoff und ein offenes Fenster, keinen Schornstein und keinen Anschluss. Bioethanol brennt mit sauberer blaugelber Flamme und wird zu Kohlendioxid und Wasserdampf, sodass weder Asche noch Ruß zurückbleiben. Genau deshalb lässt er sich in einer Wohnung aufstellen, in der ein klassischer Kamin nicht durchginge.
Das Herz des Kamins ist der Edelstahlbrenner, dessen Volumen etwa zwischen 0,5 und 3 Litern liegt. Die Brenndauer einer Füllung ergibt sich aus Volumen und Verbrauch und liegt meist zwischen zwei und acht Stunden. Der Verbrauch bewegt sich je nach Brennerbreite bei etwa 0,2 bis 0,5 Litern pro Stunde. Ein Schieber über dem Brenner verkleinert die Flamme und löscht sie in geschlossener Stellung. Sicherheitsbrenner haben innen Keramikwatte, die den Brennstoff aufsaugt, sodass er beim Umkippen nicht ausläuft.
Der Brennstoff ist vergälltes Bioethanol mit einer Konzentration von etwa 96 Prozent und mehr, verkauft in Literflaschen oder Kanistern. Niedrigere Konzentrationen brennen schlechter und rußen stärker, Industriespiritus und andere brennbare Flüssigkeiten gehören nicht in den Brenner. Brennstoff wird immer in den abgekühlten Brenner nachgefüllt, frühestens etwa eine Viertelstunde nach dem Löschen. Zum Einfüllen dienen ein Trichter oder eine Dosierflasche, damit nichts daneben läuft. Verschütteter Brennstoff wird vor dem Anzünden trocken aufgewischt.
Die Leistung liegt bei etwa zwei bis drei Kilowatt, was einer Zusatzquelle für einen Raum entspricht. Beim Brennen wird Sauerstoff verbraucht und Kohlendioxid gebildet, deshalb geben Hersteller ein Mindestraumvolumen an und empfehlen, während des Betriebs zu lüften. Der Kamin wird nie unbeaufsichtigt brennen gelassen und nicht bewegt, solange er brennt.
Es gibt sie als Wandmodelle, freistehend im Ofenstil, als Tischkamine und Einbaueinsätze, manche auch in Außenausführung. Um den Brenner herum muss Platz frei bleiben, und zu Vorhängen, Textilien und Möbeln ist Abstand zu halten. Die Betriebskosten bestimmt vor allem der Brennstoffverbrauch, den man vor dem Kauf durchrechnen sollte.