Bootsradios und Marine-Audio
In dieser Kategorie liegen Bootsradios und Lautsprecher, also Audio an Bord und keine Funkgeräte. Beim Lautsprecher entscheiden Ausschnittdurchmesser und Einbautiefe, denn die Tiefe hinter dem Paneel vergrößerst du nicht. Beim Radio ist der Cinch-Ausgang das Wichtigste, denn nur über ihn kommt später ein Verstärker dazu. Und danach gilt, dass man RMS vergleicht und nicht die Spitzenleistung, und dass die Impedanz die Zahl der Lautsprecher pro Kanal begrenzt.
Bootsradios und Marine-Audio
In dieser Kategorie liegen Einbauradios und die Lautsprecher dazu, also Audio und keine Funkgeräte. Vom Autoradio unterscheiden sie sich dadurch, dass sie Sonne, Salz und Spritzwasser aushalten müssen, und das erkennt man an der Schutzart in der Bezeichnung. Die Versorgung sind zwölf Volt wie im Auto, nur der Einbau ist ein anderer, denn gebohrt wird in Laminat und nicht in Blech. Hierher gehören auch Verstärker und kabelgebundene Fernbedienungen am Ruderstand, Funkgeräte, Navigation und Echolote dagegen nicht.
Das Erste, was du misst, sind Ausschnittdurchmesser und Einbautiefe. Lautsprecher werden über den Durchmesser der Öffnung angegeben, meist um die hundertsechzig Millimeter, und dazu über die Tiefe hinter dem Paneel. Die Öffnung lässt sich vergrößern, die Tiefe nicht, und genau sie entscheidet deshalb, ob der Lautsprecher hineinpasst. Beim Radio ist es ähnlich, denn neben dem Schacht brauchst du dahinter Platz für Stecker und für das Kabel, das nicht knicken darf.
Das Zweite sind Tonquellen und der Cinch-Ausgang. Bluetooth erledigt das Telefon, USB einen Stick, und der FM- und AM-Tuner fängt, was vom Ufer gesendet wird. Entscheidend ist aber der Cinch-Ausgang, auch RCA genannt, denn nur über ihn kommen später ein Verstärker und ein zweites Lautsprecherpaar dazu. Ohne ihn bleibt dir das, was das Radio allein schafft, und das ist selten viel.
Bei der Leistung ist die erste Zahl, auf die du stößt, RMS gegenüber der Spitzenleistung. Auf dem Karton steht in großen Ziffern die Spitze, also das, was das Gerät für den Bruchteil einer Sekunde schafft, RMS dagegen ist die Dauerleistung und nur die lohnt den Vergleich. Sinnvoll ist es, den Verstärker etwa zwischen achtzig und hundertfünfundzwanzig Prozent der RMS-Leistung des Lautsprechers zu halten. Unter dieser Grenze gerät der Verstärker leicht ins Clipping, und das bekommt dem Lautsprecher nicht.
Das Letzte ist Impedanz und Zahl der Lautsprecher. Bootsradios sind fast immer auf vier Ohm ausgelegt, und jeder Kanal rechnet mit einem Lautsprecher. Hängst du an einen Kanal zwei parallel, sinkt die Impedanz auf die Hälfte, das Gerät wird warm und schaltet am Ende ab.