Kettensägen und Motorsägen

Mit einer Kettensäge gehen das Fällen, das Ablängen von Brennholz und der Rückschnitt im Garten schneller als mit jedem Handwerkzeug. Die Schwertlänge zeigt, welchen Stammdurchmesser die Säge in einem Zug durchtrennt, und ein längeres Schwert verlangt immer einen stärkeren Motor. Benzinmodelle sind nicht an die Steckdose gebunden, Elektro- und Akkugeräte laufen leiser und starten sofort. Kettenbremse, Schnittschutzhose und Helm mit Visier gehören untrennbar zur Arbeit mit der Säge.

Kettensägen und Motorsägen

Eine Kettensäge schafft an einem Nachmittag das, wofür eine Handsäge einen ganzen Tag braucht, und lohnt sich überall dort, wo mehr Holz anfällt als ein paar Äste. Sie kommt beim Fällen, beim Ablängen von Brennholz und beim Rückschnitt in Garten und Obstwiese zum Einsatz. Benzinmodelle sind nicht an die Steckdose gebunden und liefern die größte Leistung, Elektro- und Akkugeräte laufen leiser und starten sofort. Die Wahl hängt davon ab, wie weit vom Haus entfernt gearbeitet wird und wie lange die Säge am Stück läuft.

Das wichtigste Maß ist die Schwertlänge, denn sie entscheidet, welchen Stammdurchmesser die Säge in einem Zug durchtrennt. Für den Astschnitt und die Brennholzvorbereitung genügen 30 bis 35 cm, universell sind 40 bis 45 cm, und für stärkere Stämme greift man zu Schwertern um die 50 cm. Die tatsächliche Schnittlänge fällt immer etwas kürzer aus als das angegebene Maß, weil ein Teil des Schwerts im Gehäuse steckt. Ein längeres Schwert verlangt zugleich einen stärkeren Motor, sonst bleibt die Kette im tiefen Schnitt stehen.

Die Leistung von Benzinsägen wird in Hubraum und Kilowatt angegeben, die von Elektrosägen in Watt, weshalb sich die Zahlen beider Gruppen nicht direkt vergleichen lassen. Zu jedem Schwert gehört die passende Kette, die über drei Angaben beschrieben wird. Die Kettenteilung gibt den Abstand zwischen den Nieten an und beträgt meist 3/8 oder 0,325 Zoll. Es bleiben die Treibgliedstärke, üblicherweise 1,3 oder 1,5 mm, und die Gliederzahl, die zur jeweiligen Schwertlänge passen muss.

Das größte Risiko ist der Rückschlag, also das plötzliche Hochschnellen des Schwerts in dem Moment, in dem das obere Viertel der Spitze Holz berührt. Dagegen schützt die Kettenbremse, die der vordere Handschutz oder die Massenträgheit beim Schlag auslöst und die die Kette in Hundertstelsekunden stoppt. Ketten mit der Kennzeichnung low kickback haben höhere Tiefenbegrenzer zwischen den Zähnen und senken das Risiko weiter. Helm mit Visier, Handschuhe und Hose mit Schnittschutzeinlage sind an der Motorsäge keine Formsache, sondern Grundausstattung.

Die Kette läuft nur dank der automatischen Schmierung über das Schwert, deshalb wird der Öltank zusammen mit dem Kraftstoff aufgefüllt und trocken wird nie gesägt. Benzinmodelle brauchen ein Gemisch aus Benzin und Zweitaktöl, laut Anleitung meist im Verhältnis 1:40 oder 1:50. Werkzeuglose Kettenspannung spart Zeit im Gelände, weil sich eine neue Kette in den ersten Betriebsminuten längt und nachgespannt werden muss.