Latexmatratzen
Elastische und atmungsaktive Latexmatratzen passen sich der Körperform an und verteilen den Druck gleichmäßig. Erhältlich sind einlagige Matratzen und Sandwichmatratzen mit unterschiedlichen Härtegraden, Höhen von 12 bis 25 cm sowie Maßen für Einzel- und Doppelbetten. Die Materialstruktur erschwert die Ansiedlung von Milben und Schimmel, was besonders Allergiker schätzen. Dazu kommen Varianten mit abnehmbarem, waschbarem Bezug und Modelle mit unterschiedlichem Härtegrad auf jeder Seite.
Latexmatratzen
Hohe Elastizität lässt Latexmatratzen schnell auf einen Lagewechsel reagieren. Das Material entsteht durch Aufschäumen von Kautschukmilch und anschließendes Vulkanisieren, wodurch es eine offene Struktur mit tausenden feinen Öffnungen erhält. Diese sorgen für Luftzirkulation und leiten Feuchtigkeit ab. Latexmatratzen werden deshalb häufig Menschen empfohlen, die nachts schwitzen oder zu Wärmestau neigen.
Unterschieden wird zwischen Naturlatex aus dem Milchsaft des Kautschukbaums und chemisch hergestelltem synthetischem Latex. Die natürliche Variante ist elastischer, langlebiger und leitet Feuchtigkeit besser ab, ist aber teurer und schwerer. Synthetischer Latex ist preiswerter und formstabiler. Verbreitet sind auch Mischungen beider Materialien, die Eigenschaften und Preis verbinden.
Nach der Bauweise wird zwischen einlagigen Matratzen und Sandwichmatratzen unterschieden. Ein einlagiger Kern besteht über die gesamte Höhe aus demselben Material und eignet sich für den täglichen Gebrauch. Sandwichmatratzen kombinieren Latex mit weiteren Schichten, etwa Kaltschaum oder viskoelastischem Schaum, und bieten auf jeder Seite einen anderen Härtegrad. Die Höhe liegt etwa zwischen 12 und 25 cm, niedrigere Modelle dienen eher als Auflage oder für Kinderbetten, höhere als Hauptmatratze.
Bei der Auswahl ist der Härtegrad entscheidend, angegeben auf einer Skala von weich (H1) bis sehr fest (H4). Leichtere Personen wählen eher eine weichere Variante, schwerere eine festere. Eine Rolle spielt auch die bevorzugte Schlafposition: Für Seitenschläfer eignet sich eine weichere Oberfläche, für Rücken- und Bauchschläfer eine festere. Beachtenswert ist außerdem der Bezug, denn ein abnehmbarer Bezug mit Reißverschluss lässt sich waschen und verlängert die Lebensdauer deutlich.
Die Struktur von Latex erschwert die Ansiedlung von Milben und Schimmel, weshalb Allergiker häufig zu diesen Matratzen greifen. Die konkreten Eigenschaften des Materials belegt eine Zertifizierung, etwa Oeko-Tex. Sie benötigen einen stabilen Lattenrost mit ausreichend Leisten und regelmäßiges Wenden, damit sich das Material gleichmäßig abnutzt.