Pigmente und Glitzer für Harz

Flüssige Pigmente, Perlglanzpulver, Alkoholtinten und Glitzer, mit denen Sie Harz einfärben, bevor es abzubinden beginnt. Wählen Sie Pigmente und Glitzer für Harz danach, ob Sie eine deckende oder eine transluzente Farbe wollen — und achten Sie auf die Dosierung.

Pigmente und Glitzer für Harz

Farbe kommt ins Harz, solange es flüssig ist; danach lässt sich damit nichts mehr machen. Entscheidend ist aber nicht nur, was Sie hineingeben, sondern vor allem wie viel. Pigment ist ein Fremdstoff, den das Harz tragen muss, und über eine bestimmte Menge hinaus härtet es nicht mehr richtig aus — der Guss bleibt weich oder klebrig. Halten Sie sich an die Dosierung, die der Harzhersteller angibt; meist geht es um einige Gewichtsprozent.

Pigmente unterscheiden sich darin, ob sie die Farbe decken oder durchlassen. Flüssige Pigmente und Pasten sind in der Regel deckend und eignen sich dort, wo die Fläche einheitlich sein soll. Perlglanzpulver, also Glimmer, geben der Farbe einen metallischen Schimmer und fließen in der Bewegung mit — in dünner Schicht bleiben sie aber durchscheinend. Alkoholtinten sind umgekehrt transluzent und werden für Marmorierungen und verlaufende Effekte verwendet; man tropft sie ins Harz und lässt sie von selbst auseinanderlaufen.

Glitzer wird erst nach dem Mischen der Komponenten A und B ins Harz gerührt. Feiner hält sich im ganzen Volumen, gröberer neigt dazu, auf den Boden zu sinken — im Guss heißt das, er landet an der Wand, die beim Aushärten unten liegt. Wenn Sie ihn gleichmäßig verteilt haben wollen, gießt man in Lagen oder greift zu einem dickeren Harz.

Farben auf Wasserbasis gehören nicht ins Harz. Mit Wasser verdünnte Acrylfarbe oder mit Wasser angerührte Tusche bringen Feuchtigkeit in die Mischung, und die ruiniert das Epoxid zuverlässig. Ebenso gilt beim UV-Harz: Ein satt dunkles Pigment lässt das Licht nicht nach innen, und der Guss bleibt innen flüssig — je mehr Farbe, desto dünner die Schicht, die sich aushärten lässt.

Rühren Sie langsam und an der Gefäßwand, damit Sie keine Luft in die Masse einrühren. Arbeiten Sie mit Pigmenten wie mit Harz in Handschuhen, atmen Sie die Pulver nicht ein und arbeiten Sie dort, wo gelüftet wird. Verhältnis, maximale Farbstoffdosis und Verarbeitungszeit finden Sie immer in den Anweisungen des Harzherstellers, und die haben Vorrang.